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Eine sehr gepflegte Anlage. Fotografisch sehr zu empfehlen bei guten Lichtverhältnissen.

Auf einem schmalen Bergrücken südlich des Ortes Costermano liegt der deutsche Soldatenfriedhof.

Auf den drei terrassenförmig angelegten Gräberfeldern, die mit Purpurheide bepflanzt sind, ist die Lage der einzelnen Gräber durch steinerne Platten gekennzeichnet. Sie tragen die Namen von jeweils zwei Toten.

 

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Auf dem deutschen Soldatenfriedhof in Costermano ruhen 21.990 deutsche Soldaten des Zweiten Weltkrieges. Der deutsche Soldatenfriedhof wurde am 06.05.1967 eingeweiht.

Auch wenn seit der Kapitulation des Deutschen Reiches am 8. Mai 1945 mehr als siebzig Jahre vergangen sind, hat man die Ereignisse auf dem italienischen Kriegschauplatz noch nicht umfassend erforscht. Es ist nicht auszuschließen, das unter den hier 22.000 begrabenen Soldaten auch solche sind, die an Kriegsverbrechen in Italien beteiligt waren. Gegenwärtig weiß man jedoch, dass einige SS-Funktionäre, die hier begraben liegen, aktiv und verantwortlich an der Ermordung der jüdischen Bevölkerung im besetzten Polen und in Italien mitgewirkt haben – allen voran Christian Wirth als Inspekteur der Vernichtungslager. Diese Männer waren abkommandiert worden, um die Verfolgung von Juden und Partisanen im Nordosten Italiens und in Istrien in die Wege zu leiten.

 

Die hier liegenden Toten mahnen uns zu Frieden und Versöhnung. Auch die Schuldigen, die hier begraben sind, mögen ihre letzte Ruhe finden, obwohl sie unaussprechliches Leid über viele Menschen und ihre Familien gebracht haben. Ihre Verbrechen sind uns jedoch zugleich Aufforderung, aus der Geschichte zu lernen und auch unter schwierigen Umständen stets für die Achtung der Menschenrechte und -würde einzutreten.

 

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Costermano, Juli 2016

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