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Theresienstadt/ Terezin

Harte Kost“ auch für Fotografen.

 

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Fotografisch gesehen hätte ich mir meinen Besuch zu einem anderen Zeitpunkt auswählen sollen.

Es wurden nämlich viele italienische Schulklassen über das Gelände „geschleust“ . Die Führungen der Jugendlichen wurde wie ich empfand mit mehr oder weniger Interesse verfolgt.

Also in der Ferienzeit gar nicht erst hier hinfahren.

Einen freien Blick auf die Motive zu bekommen wird dann sehr schwierig.

 

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Kurz die eigentlich jedem bekannten geschichtlichen Hintergründe meiner Motivwahl.

Das KZ Theresienstadt , auch Lager Theresienstadt wurde von den deutschen Besatzern in Terezín (deutsch Theresienstadt auf dem besetzten Gebiet der Tschechoslowakei, heute Tschechien) eingerichtet.  Nach der Besetzung der Tschechoslowakei machten die Nationalsozialisten aus Terezín/Theresienstadt ein Konzentrationslager im von ihnen so genannten Protektorat Böhmen und Mähren. 1940 wurde zunächst in der kleinen Festung ein Gestapo-Gefängnis eingerichtet, im November 1941 entstand in der Garnisonsstadt ein Sammel- und Durchgangslager zunächst vorallem für die jüdische Bevölkerung des besetzen Landes.  Nach der Wannseekonferenz wurden seit 1942 in das Lager auch alte oder als prominent geltende Juden aus Deutschland und anderen besetzten europäischen Ländern deportiert.  In der NS-Propaganda im Deutschen Reich wurde Theresienstadt zum „Altersghetto“ verklärt und während einer kurzen Phase als angebliche „jüdische Mustersiedlung“ verschiedenen ausländischen Besuchern vorgeführt. Das „Theresienstädter Konzentrationslager“ erfüllte vier Aufgaben: es war Gestapogefängnis,  ein Transitlager auf dem Weg in die großen Vernichtungslager,  es diente im Rahmen der Judenpolitik der Vernichtung von Menschen und – zeitweilig – der NS-Propaganda als angebliches Altersghetto.

Ich persönlich fand eine Vielzahl völlig verschiedener Motive, was meinem Interesse maroder

Architektur sehr entgegen kam.

 

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 In diesem Gelände ist sehr viel authentisch geblieben und daher sehr gut ohne größere Retuschen ablichtbar.

Danach ging es von der kleinen Festung zu Fuß in die Ortschaft Theresienstadt.

  

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 Diese sogenannte große Festung ist fotografisch gesehen keinerlei Aufenthalt wert. Typische tschechische Ortschaft ohne große Highlights.

Im Museum der Stadt (ehemaliges Kinderheim) ist fotografieren verboten. Dieses habe ich auch aus Respekt der Räumlichkeiten eingehalten.

Abschließend muss ich sagen, die Motive gibt es eigentlich nur in der kleinen Festung.

Aber natürlich wenn es um deutsch-tschechische Geschichte geht kommt man hier um einen Besuch nicht herum.

 

Februar 2015, Terezin

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