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Ehrenmal für gefallene Soldaten und Sowjetischer Ehrenfriedhof

 

Schöne kleine Anlage in der Stadt Zeitz im südlichen Sachsen/ Anhalts gefunden.

 

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 Die beiden Ehrenmale sind sehr gepflegt. Ein kleiner Abstecher lohnt hier immer. Der Michaelisfriedhof hat auch noch einige sehr interessante Grabstätten von bekannten Persönlichkeiten der Stadt.

Leider ist das Gelände des Sowjetischen Ehrenmales verschlossen.

Auf dem Gelände sind auf einem gesonderten Gräberfeld 136 deutsche Opfer des 1. Weltkrieges begraben, die zwischen dem 30. Oktober 1914 und dem 16. Dezember 1919 verstarben.

Es handelt sich insbesondere um Soldaten, die in einem der in Zeitz vorhandenen Lazarette verstorben waren.

Wie einem Bericht vom Dezember 1917 zu entnehmen ist, war die

Ausgestaltung des Gräberfeldes – auch der Grabsteine – auf die Zeit

nach dem Ende des Krieges verschoben worden. Die Anlage wurde erst 1928 gestaltet.

 

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Das Ehrenmal wurde am Himmelfahrtstage 1928 als Abschluss und gemeinsam schmückendes Denkmal errichtet. Es ist ein Werk des Bildhauers Reinecke aus Hannover und wurde von der Firma Richard Steinmetz aus Zeitz in grauem Granit und grünem Porphyr gefertigt.
Das Denkmal erhebt sich auf ein paar Stufen als eine kurze flachgiebelige Wand, die in einer rundbogigen Nische über einem altarartig vorgeblendeten Unterbau ein Relief enthält. Darauf bettet eine Krankenschwester den Kopf eines sterbenden Kriegers in ihrem Schoß und deutet mit der ausgestreckten Linken auf das von einem Strahlenkranz umgebene Kreuz von Golgatha. Über und unter dem Relief eine karge Inschrift.
In der Anlage befinden sich Gräber aus dem 1. und 2. Weltkrieg.

136 Einzelgräber aus dem 1. Weltkrieg und 144 aus dem 2. Weltkrieg. Viele Namen auf den vorhandenen Platten kann man aber nicht mehr lesen.

Durch einen Bombenangriff in den letzten Tagen des 2. Weltkrieges auf dem Güterbahnhof Zeitz starben noch einmal 133 Personen. Sie wurden in zwei Massengräbern beigesetzt. Viele dieser Verstorbenen sind bis heute unbekannt geblieben

Erst in späterer Zeit wurde die Inschrift verändert, so dass nun auch die Opfer des 2. Weltkrieges in das Gedenken einbezogen sind.

Die Inschrift lautet:

FÜR DICH 1914 – 1918 1939 – 1945“

 

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Der sowjetische Ehrenfriedhof befindet in der Gleinaer-Straße unmittelbar am Michaelisfriedhof. Dieser wurde zum Gedenken an 38 Rotarmisten, 85 Kriegsgefangenen sowie Männern und Frauen, welche im zweiten Weltkrieg zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt wurden, errichtet.

 

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Wie schon beschrieben ist dieser verschlossen. Aber auch hier ist alles sehr gepflegt. Schön dass es auch Menschen gibt die sich um diese Soldatenfriedhöfe kümmern.

Hier auch ein paar schöne Impressionen vom Michaelisfriedhof Zeitz.

 

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Auf dem Michaelisfriedhof steht ein Glockenturm. Zwei Glocken werden für katholische und evangelische Trauerfeiern geläutet. In einer feierlichen Zeremonie wurde zum Totensonntag 2016 der neugebaute Glockenturm eingeweiht.

 

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Zeitz, Mai 2019

 

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